Ehrung Meisterlich in die Zukunft
Ein großer Tag für das Handwerk, ein großer Moment für den beruflichen Nachwuchs: 164 neue Meisterinnen und Meister sowie 25 Absolventinnen und Absolventen der Fortbildungen zum Geprüften Betriebswirt (HwO) und Geprüften Kaufmännischen Fachwirt (HwO) standen bei der Meisterfeier in der Bitburger Stadthalle im Mittelpunkt. Als Ausbilderinnen und Ausbilder, Führungskräfte und Unternehmerpersönlichkeiten prägen sie künftig die Zukunft des Handwerks. Die Freude bei den Hauptpersonen des Tages, ihren Familien sowie den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft war entsprechend groß. Die Feier brachte rund 650 Menschen zusammen.
Zwischen Zimmerern in traditioneller Kluft, humorvollen Moderationen von Alexander Houben und zahlreichen Glückwünschen wurde deutlich: Hier feierte das Handwerk seine Zukunft. „Ihr habt es jetzt geschafft. Das verdient Respekt und starken Beifall“, sagte HWK-Präsident Bernd Elsen. „Der Meisterbrief ist die Krönung eures beruflichen Aufstiegs und unser Qualitätssiegel. Seid stolz darauf. Eure Chancen sind gut. Ihr seid jetzt Meister, und die ganze Welt steht euch offen.“
Mit 53 erfolgreichen Kraftfahrzeugtechnikermeistern stellte das Kfz-Handwerk die mit Abstand größte Gruppe. Die Branche befindet sich durch Elektromobilität, Digitalisierung und immer komplexere Fahrzeugtechnik im Wandel. Es folgten 22 Tischlerinnen und Tischler sowie jeweils 16 Elektrotechniker und Installateur- und Heizungsbauer. Gerade diese Gewerke spielen bei Klimaschutz, Gebäudesanierung, Wärmewende und Infrastrukturprojekten eine wichtige Rolle.
Von den 189 Absolventinnen und Absolventen waren 19 Frauen, also rund zehn Prozent. Besonders stark vertreten waren sie traditionell im Friseurhandwerk. Gleichzeitig entscheiden sich zunehmend Männer für diesen Beruf, darunter viele mit Migrationsgeschichte.
Zu den herausragenden Absolventen gehörte Feinwerkmechanikermeister Kilian Reiter aus Aach. Mit 95 von 100 Punkten erzielte er das beste Prüfungsergebnis des Jahrgangs und wurde dafür mit dem Sonderpreis der IKK Südwest besonders gewürdigt. Auszeichnungen erhielten außerdem die jeweiligen Lehrgangsbesten. Ihre Leistungen wurden von den Sparkassen der Region finanziell gewürdigt.
Zu den ersten Gratulanten gehörte Ministerpräsident Gordon Schnieder. „Mit Ihrem Meisterbrief haben Sie das Fundament für Ihren beruflichen Erfolg gelegt. Respekt und Anerkennung“, sagte er. Die neuen Meisterinnen und Meister sicherten die Zukunft des Handwerks und stärkten die Wirtschaftskraft des Landes. Schnieder betonte die Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung, ermutigte zur Selbstständigkeit und bezeichnete das Handwerk als „treibenden Motor“, „Herz unserer mittelständischen Wirtschaft“ und „tragende Säule des Mittelstands“. Die milliardenschweren Investitionen des Landes in Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz böten den Betrieben zusätzliche Chancen und neue Aufträge.
Neben der Übergabe der Urkunden durch Elsen, Schnieder und HWK-Chef Axel Bettendorf gehörte die traditionelle Einschwörung der neuen Meistergeneration zu den emotionalen Höhepunkten. Zur feierlichen Aufnahme in den Meisterstand durch Kammerpräsident Elsen erhoben sich die Absolventinnen und Absolventen von ihren Plätzen und bekannten sich zu den Werten ihres Berufsstandes. Anschließend hieß der Kammerpräsident sie offiziell als Meisterinnen, Meister und Kollegen im Handwerk willkommen.
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