Standortbroschüre

Regionale Unternehmen bewerten ihren Standort im Durchschnitt mit - noch gut -

Umfrage von IHK, HWK und IRT: Es hakt bei Fachkräften, Breitband und Genehmigungsverfahren

72 Prozent der in der Region Trier ansässigen Unternehmen sind mit ihrem Standort so zufrieden, dass sie ihn einem befreundeten Unternehmer weiterempfehlen würden; 28 Prozent sind hingegen skeptischer und würden dies nicht tun. Die Weiterempfehlungsquote schwankt in Abhängigkeit von Unternehmensgröße, Branche und Standort zwischen 60 Prozent (Industrie) und 81 Prozent (Stadt Trier). 

Das zeigt eine groß angelegte gemeinsame Unternehmensumfrage der Initiative Region Trier e.V. (IRT), der Industrie und Handelskammer (IHK) Trier sowie der Handwerkskammer (HWK) Trier, deren Auswertungsergebnisse nun vorliegen und in einem ausführlichen Bericht aufbereitet worden sind. An der Befragung haben sich insgesamt 462 regionale Unternehmen aus Industrie, Dienstleistungssektor und Handwerk mit rund 22.000 Beschäftigten beteiligt. IRT, IHK und HWK hatten bereits 2016 eine vergleichbare Umfrage durchgeführt. Die Unternehmen wurden nun abermals gebeten für ihren Standort eine Schulnote zu vergeben sowie die Wichtigkeit von und die Zufriedenheit mit 20 vorgegebenen Standortfaktoren zu bewerten. 

„Wir wollen wissen, mit was unsere Unternehmen zufrieden sind und wo der Schuh sie drückt, damit wir gemeinsam und zielgerichtet an der Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts arbeiten können. Der Wettbewerb der Regionen wird intensiver. Wir müssen uns gut positionieren, wenn wir Investitionen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze ausbauen wollen“, skizziert IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer die Marschrichtung. 

Julia Gieseking, Landrätin in der Vulkaneifel und Vorsitzende der IRT sieht die Region insgesamt auf einem guten Weg. „Die Betriebe haben für ihren jeweiligen Standort im Durchschnitt die Note „noch gut“, eine 2,4 vergeben. Das stellt gegenüber der Vorumfrage aus dem Jahr 2016, als der Wert bei 2,6 lag, eine kleine, aber spürbare Verbesserung dar. Unsere regionale Zusammenarbeit hat offenbar Früchte getragen und beim nächsten Mal wollen wir natürlich noch besser abschneiden.“ 

Die Region wird als Wirtschaftsstandort hinsichtlich ihrer Attraktivität aus Sicht der hiesigen Unternehmen als homogen wahrgenommen. Die Durchschnittsnoten auf Kreisebene bewegen sich in einem engen Korridor von 2,3 bis 2,5. Vor- und Nachteile der jeweiligen Standorte gleichen sich also weitgehend aus. 

„Es hat uns gefreut, dass fast die Hälfte der Befragten ein „gut“ vergeben haben. Knapp 90 Prozent haben mit mindestens „befriedigend“ zensiert und nur drei Prozent mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Darauf lässt sich aufbauen und wir tun ja auch bereits eine Menge im regionalen Schulterschluss, um die Betriebe zu unterstützen“, sagt HWK-Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf. 

Weiteren Handlungsbedarf sehen die Wirtschaftsvertreter dennoch. „Wenn man sich die Zufriedenheitsbewertungen der Einzelfaktoren ansieht, kommt man im Mittel nur auf eine 3,0 – da gibt es an manchen Stellen noch einiges zu tun, denn bestimmte Faktoren kommen über ein „voll ausreichend“ nicht hinaus“, sagen die Autoren der Studie Matthias Schmitt (IHK) und Matthias Schwalbach (HWK). Die beste Note wird mit 2,2 für die allgemeine Lebens- und Aufenthaltsqualität vergeben. Ganz hinten rangieren mit einer 3,8 die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften sowie das ÖPNV-Angebot. 

Den dringendsten Handlungsbedarf identifizieren IRT, IHK und HWK dort, wo die Unternehmen einem Standortfaktor eine hohe Wichtigkeit zuschreiben, sich gleichzeitig aber unzufrieden äußern. Dies gilt besonders für die Verfügbarbarkeit von Fach- und Führungskräften, die Versorgung mit Breitband und Internet sowie die Qualität, Transparenz und Schnelligkeit von Genehmigungsverfahren.

 Komplette Ergebnisse finden Sie in der Broschüre als Download.

Schwalbach, Matthias

Dr. Matthias Schwalbach

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