Marius Weber Land- und Baumaschinenmechatroniker
Privat

Marius Weber: Deutschlands drittbester Land- und Baumaschinenmechatroniker

Junger Eifler ist von Technik und Fahrzeugen rundum begeistert

Ohne Technik läuft bei Familie Weber aus Fließem gar nichts - zumindest beruflich. Marius ist der Jüngste von drei Brüdern. Schon als Jugendlicher half er gerne seinem Vater, Ludwin Weber. Der ist Kfz-Mechanikermeister und betreibt einen mobilen Reparaturdienst für Gabelstapler und Baumaschinen. Tagtäglich fallen Reparaturen an Baggern, Traktoren und Gabelstaplern an. Marius begeisterte sich mehr und mehr dafür. Nach der Mittleren Reife lag seine Zukunft auf der Hand: eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker. Inzwischen hat er seine Lehre erfolgreich abgeschlossen. Bundesweit gehört er zu den Besten seines Jahrgangs. Beim Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend kam der 20-Jährige auf Platz drei. Dafür zeichnet ihn die Handwerkskammer Trier am 26. Januar aus.

"Mechanik und Elektronik fand ich schon immer spannend", sagt der Preisträger aus der Eifel. "Mein Vater hat mir schon früh Einblicke ermöglicht, daher fiel mir die Berufswahl leicht." Ein Praktikum bei der Servatius & Ehlenz Landmaschinen GmbH in Rittersdorf verhalf ihm zu einem Ausbildungsplatz. Marius' Bilanz nach dreieinhalb Lehrjahren dort: " Ob Traktor, Heuwender, Radlader oder Quad: Der Beruf ist breitgefächert und macht einfach Spaß. Von Elektrik, Mechanik über Hydraulik bis Pneumatik – alles dabei."

Dass er all das draufhat, hatte Marius schon als Sieger beim Landeswettbewerb in Saulheim gezeigt. Beim Bundesleistungswettbewerb in Lüneburg legte er dann nochmal nach. Dort mussten die Prüflinge zum Beispiel eine komplexe Schaltung anfertigen, Daten messen und dokumentieren. Bei einer anderen  Aufgabe hieß es, an einer Feldspritze auf Fehlersuche zu gehen, den Schaden zu beheben und außerdem alle Bauteile zu erklären. "Der Wettbewerb war anstrengend, hat aber trotzdem Spaß gemacht", blickt er zurück. "Zuerst war ich aufgeregt. Als ich dann losgelegt habe, lief es gut und ich war ganz bei der Sache.“

"Technik ist toll", findet Marius. "Sie ist überall verbaut und begegnet einem auf Schritt und Tritt!" Dann erzählt Deutschlands dritter Land- und Baumaschinenmechatroniker aus seinem Arbeitsalltag. Dass er zum Beispiel bei einem Quad aus Japan die komplette Beleuchtungselektronik nachgerüstet hat, damit das Fahrzeug auf deutschen Straßen zugelassen werden konnte. Und von Landmaschinen, die er wartet und repariert. Ebenso von Maschinen, die auf Paletten direkt vom Hersteller kommen und vor der Inbetriebnahme erst noch zusammengesetzt und getestet werden müssen.

Er selbst hat ein Auto und ein Motorrad. Wenn daran Reparaturen anfallen, sei das für ihn kein Problem: "Die Technik funktioniert doch überall ähnlich. Sich informieren, nachlesen und ableiten - meistens bekommt man dann raus, wie's geht", meint Marius. "In einer Handwerkslehre lernt man schließlich was fürs Leben." Jetzt reizt es ihn, noch mehr zu lernen und seinen Brüdern nachzueifern. Jannick ist gelernter Industriemechaniker und studiert jetzt Maschinenbau, Nikolai studiert nach der Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik nun Elektrotechnik. Marius besucht derzeit die Berufsbildende Schule für Gewerbe und Technik Trier. Als Dritter im Bunde will er ebenfalls studieren. Welches Fach, steht noch nicht ganz fest. Die Richtung lässt sich aber erahnen: "Auf jeden Fall muss es mit Technik zu tun haben", sagt der erfolgreiche Geselle, "entweder Maschinenbau oder Elektrotechnik." 

Krist, Ute

Ute Krist

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