Ausbilder Johannes Meier, Max Melchert und HWK-Präsident Rudi Müller
Karl-Heinz Schwall
Ausbilder Johannes Meier, Max Melchert und HWK-Präsident Rudi Müller

Maximilian Melchert: Lehrling des Monats mit LKW-Gen

HWK überreicht Auszeichnung bei MAN Truck Modification Center in Wittlich

Offen, spontan, unternehmenslustig und immer gut gelaunt: So kennen Freunde, Kollegen und Familie den Auszubildenden Maximilian Melchert aus Zemmer-Rodt. Sie kennen auch seine große Leidenschaft: Lastkraftwagen - oder LKWs, wie die meisten sagen. Schon in jungen Jahren hatte er ein außergewöhnlich starkes Interesse und Wissen über Lastkraftwagen. Nichts lag näher als eine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker. „Diese Ausbildung macht mich glücklich“, sagt der 19-Jährige. Die Handwerkskammer (HWK) Trier zeichnete den Lehrling, der mit so viel Herzblut bei der Arbeit ist, heute zum „Lehrling des Monats“ aus. Kammerpräsident Rudi Müller überreichte die Auszeichnung im Truck Modification Center der MAN Truck & Bus AG in Wittlich.  

Wie viele Jungs interessierte sich Maximilian von klein auf für Lastkraftwagen. Bei ihm aber war diese Neigung so ausgeprägt, dass sie ihn nicht mehr losließ. Anhand von LKW-Quartetts prägte er sich Modelle und technische Daten ein. Schon als Grundschüler kannte er seinen Weg: „Ich möchte bei MAN arbeiten!“ und hatte eine Vorahnung: „Damals nahm mich ein Nachbar bei einer Vorführfahrt auf einem Feuerwehrfahrzeug mit. Irgendwas ist dabei passiert, was mein Leben total verändert hat!“. Maximilian, der anscheinend das LKW-Gen in den Zellen sowie das Kürzel MAN im Vornamen trägt, erinnert sich noch gut daran: „Die Geräusche des Dieselmotors und die Dimension des LKWs haben mich total fasziniert. Das hat mich zum absoluten MAN-Fan gemacht! Noch heute liebe ich den Klang, das Design und den Geruch im Innenraum der Fahrzeuge. Schon ein bisschen verrückt!“  

Im Schulpraktikum bei MAN Truck Modification Center Wittlich ging sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung: „Endlich konnte ich an MAN-Fahrzeugen werken und praktische Eindrücke von meinem Traumberuf sammeln!“ Mit 16 hatte Maximilian – oder kurz Max, wie ihn viele nennen – seinen Mopedführerschein. Er kaufte sich aber kein Moped. Sondern? Eine Piaggio Ape, sagt er und lacht: „Einen Leicht-LKW!“ Den Motor hat er dann zerlegt und „ihn mit allem möglichen Mitteln verbessert“. Sein Vater hat ihm dabei geholfen. „Er ist Elektriker und Techniker. Wir werkeln und fachsimpeln gerne miteinander.“ Das Abitur zog Max noch durch, bevor er seine Lehre im Truck Modification Center Wittlich antrat: „In der Oberstufe war ich echt schulmüde und wollte endlich was Praktisches arbeiten.“ 

In seiner dreieinhalbjährigen Ausbildung lernt er verschiedene Werkbereiche kennen, etwa die Abteilungen Innenausbau, Lagerlogistik oder Fahrgestelle. Sein Ausbildungsbetrieb ist darauf spezialisiert, in München hergestellte MAN-Serienfahrzeuge nach individuellen Kundenwünschen umzubauen. „Derzeit rüsten wir einen Truck mit Mannschaftskabinen für das Technische Hilfswerk aus“, erklärt der Auszubildende im ersten Lehrjahr. Zu den Kunden gehören nicht nur das THW und Feuerwehren, was für ihn als Oberfeuerwehrmann besonders interessant ist, sondern auch Fußballprominenz wie Borussia Dortmund oder Bayern München. Den BVB-Fantruck etwa haben die MAN-Fahrzeug- und Karosseriebauer in Wittlich mit einer Tribüne ausgestattet. Max zählt weitere Aufträge auf: „Eine passgenaue Küchenzeile einbauen. Einen Vierachser auf Fünfachser umrüsten. Ein Dach abschneiden und die Kabine tieferlegen.“ Ein langweiliger Job klingt anders.           

Für die Ausbildung war es kein Muss, aber Max ist froh, dass er im Abi durchgehalten hat und nun eine Lehre macht. „Ich hab schon mehrere ehemalige Schulkameraden getroffen, die mit ihrem Studium unzufrieden sind. Oder es sogar abgebrochen haben." Was man für den Beruf mitbringen sollte? Für den LKW-verrückten Azubi ganz klar an erster Stelle: „Interesse und Motivation! Aber auch Disziplin und technisches Verständnis.“ Für Max ist die Lehre ein Glücksgriff: „Hobby und Beruf verschmelzen in meinem Fall miteinander. „Meine Arbeit empfinde ich als Freizeit“, sagt er und lacht. „Beides fühlt sich gleich gut an!“  

Dr. Carl-Ludwig Centner

Dr. Carl-Ludwig Centner

Geschäftsführer HWK und BQH / Abteilungsleiter Ausbildung

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