Nachwuchskräfte: kreativ, motiviert, erfolgreich - und wertgeschätzt
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Nachwuchskräfte: kreativ, motiviert, erfolgreich - und wertgeschätzt

Leistungswettbewerb: Erfolgreicher Handwerksnachwuchs ausgezeichnet und wertgeschätzt

In einer Feierstunde ehrte die Handwerkskammer die jungen Gesellinnen und Gesellen, die beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks Bundes- oder Landessieger geworden sind. HWK-Präsident Rudi Müller und Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf überreichten den erfolgreichen Nachwuchskräften sowie deren Ausbildungsbetrieben die Urkunden und Preise. Neben Familien und Freunden der Preisträger waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung gekommen, um die junge Handwerkselite und deren Erfolge zu würdigen.

 20 Kammersieger hatten sich für den Landeswettbewerb qualifiziert, der turnusgemäß in Koblenz stattfand. Dabei erreichten die jungen Talente aus der Region Trier sieben erste, acht zweite und vier dritte sowie einen vierten Platz. Neben einer Reihe guter Platzierungen sicherten sich zwei Landessieger auch im bundesweiten Vergleich einen Platz auf dem Siegertreppchen: Lukas Schmitz (Martin Friedrich Tief- und Straßenbau, Hontheim) aus Udler wurde als zweitbester Straßenbauer geehrt. Der dritte Platz unter den Mediengestaltern Digital und Print ging an Susanne Gödert (Raabdruck, Trier) aus Leiwen. 

 „Die Chancen stehen gut, dass aus diesen jungen Talenten Handwerkerinnen und Handwerker der Spitzenklasse werden“, sagte der Kammerpräsident in seiner Ansprache im HWK-Tagungszentrum. „Genau solche Fachkräfte braucht unser Handwerk für die Zukunft!“ HWK-Chef Bettendorf dankte auch den Berufsbildenden Schulen und ihren engagierten Lehrkräften, die zu diesen herausragenden Leistungen beigetragen haben.

 Die Spitzenleistungen der jungen Handwerkselite konnten jedoch die Sorgen über die Gesamtsituation in der Ausbildung nicht verdrängen. Präsident Müller betonte, dass zwar die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge leicht nach oben gegangen sei. Die vielen offenen Lehrstellen würden aber zeigen, dass das Handwerk gut ausgebildeten Nachwuchs braucht und keinen findet.

 Die Kammer setze alles daran, die Lage zu verbessern, hob Müller hervor – etwa mithilfe der Imagekampagne des Handwerks oder der Berufsorientierung. Entsprechende Schnupperkurse in den HWK-Lehrwerkstätten seien jetzt auch für Schülerinnen und Schüler der Gymnasien offen. „Wer sich nach der Mittelstufe oder dem Abitur für eine handwerkliche Lehre entscheidet, kann gar nichts verkehrt machen“, so der Präsident.

 Wie sie in ihrem Beruf am Ball bleiben wollen, erzählten zwei junge Preisträger in einer Talkrunde. Landessieger Stefan Marxmeier, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (Weme, Gutweiler) will Versorgungstechnik studieren. „In der Ausbildung habe ich viel Verständnis für die Praxis entwickelt“, so der junge Geselle aus Pluwig. Seine handwerkliche Ausbildung und das Studium versteht er als gutes Sprungbrett für seine Karriere: Stefan will in die Raumfahrttechnik.

 „Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bietet gute berufliche Perspektiven“, unterstrich Katharina Hilger, Geschäftsführerin des Fachverbands SHK Rheinland-Rheinhessen. „Die Branche ist derzeit im Umbruch und muss sich auf neue Generationen einstellen.“ Hoch hinaus will auch Deutschlands zweitbester Straßenbauer. Allerdings zieht Lukas Schmitz den klassisch-bodenständigen Weg vor: Im kommenden Jahr will er mit der Meisterausbildung beginnen

Dr. Carl-Ludwig Centner

Dr. Carl-Ludwig Centner

Geschäftsführer HWK und BQH / Abteilungsleiter Ausbildung

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