Kammerpräsident Rudi Müller mit Katharina Fait (l.) und Ausbilderin Yvonne Mees (r.)
Karl-Heinz Schwall
Kammerpräsident Rudi Müller mit Katharina Fait (l.) und Ausbilderin Yvonne Mees (r.)

Lehrling des Monats: Friseurin Katharina Fait schneidet überall sehr gut ab

„Frisieren und Verschönern hat mir schon immer gelegen“, sagt Katharina Fait aus Trier und lacht: „Angefangen hat es mit meinen Barbiepuppen. Deren Haare wurden immer kürzer. Und meiner älteren Schwester habe ich gerne Zöpfe oder andere schöne Frisuren gemacht.“ Schon damals wollte sie Friseurin werden. Doch bis zum Fachabitur hatte sie sich dagegen entschieden. „Mir hat eher etwas Kaufmännisches als ein Handwerk vorgeschwebt“, sagt die junge Frau. Sie stammt aus Baumholder im Hunsrück und zog vor zwei Jahren nach Trier.

 

Lieber spät als nie wollte sie es nach einigen Aushilfejobs dann doch mit dem Friseurberuf versuchen. Heute gehört die 28-Jährige zu den besten Auszubildenden ihres Faches. Daher ehrte die Handwerkskammer Trier sie jetzt zum „Lehrling des Monats“. Kammerpräsident Rudi Müller überreichte Katharina und ihrer Ausbilderin Yvonne Mees im Trierer Salon „Yvonne Mees natürlich Haar“ je eine Ehrenurkunde.

 

Seit Katharina sich im Sommer 2017 für die Friseurlehre entschieden hat, ist sie mit viel Freude und Ehrgeiz bei der Sache. „Mir gefällt besonders die Vielfalt des Berufs. Es gibt so viele Frisuren und immer neue Trends. Bei der Arbeit kann ich mich kreativ ausleben.“ Sowieso dürfe man den Beruf nicht unterschätzen, sagt die Auszubildende. Schließlich stecke viel mehr dahinter als „nur ein bisschen Haareschneiden“. Kunde sei nicht gleich Kunde: „Man muss auf unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen eingehen. Umso besser wird das Ergebnis“, so Katharinas Erfahrung. „Und wenn ich es schaffe, mit einer schönen Frisur ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, macht mich das glücklich.“ Sie selbst trage ihre naturgewellte Pracht gerne leicht gestylt: „Ein paar Strähnchen und locker gebändigt.“

 

Im zweiten Lehrjahr hat sie bereits einen eigenen Kundenstamm. Ein wahrer Kern stecke schon in dem Klischee, dass Friseure ein Händchen für die Psyche der Kunden haben sollten: “Beim Frisieren bekomme ich viel Privates erzählt“, so Katharina. „Aber das ist bei mir gut aufgehoben.“ Gut aufgehoben fühle sie sich auch als älteste Schülerin in ihrer Berufsschulklasse: „Unser Klassenverband ist sehr harmonisch, Altersunterschiede spielen keine Rolle.“ Mit einem Notendurchschnitt von 1,0 ist sie Klassenbeste. Ihre Mitschülerinnen lassen sich bei Bedarf gerne von ihr helfen.

 

In der HWK schneidet sie in der überbetrieblichen Ausbildung ebenfalls mit Spitzenleistungen ab. Auch Firmenchefin Yvonne Mees lobt das Engagement ihrer Auszubildenden: „Katharina besitzt hohe Fachkompetenz, ist engagiert und motiviert. „Das fliegt mir aber nicht einfach so zu“, erklärt Katharina. „Um gut sein, muss ich schon etwas tun. Aber das ist es mir wert.“ 

 

Zum Ausspannen fährt sie gerne zu ihrer Familie nach Baumholder. „Es ist nicht ganz ohne, den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Dafür gibt es in meinem Beruf aber auch viel Abwechslung, auf die ich mich freue.“ Zum Beispiel auf den nächsten Besuch der Fachmesse in Düsseldorf mit dem ganzen Team. „Ich war schon einmal dort – total spannend! Da kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Besonders verrückt fand ich Looks mit total bunt gefärbten Haaren und Hochsteckfrisuren.“

 

Spaß machen ihr auch Styling-Abende für Kunden im Salon oder Frisuren-Fotoshootings, beispielsweise im Palastgarten. Sehr eingesetzt hat sie sich auch für die Spendenaktion zugunsten des Wildtierzentrums, die ihr Ausbildungsbetrieb im vergangenen Sommer auf die Beine gestellt hat. „Mehr als 1000 Euro kamen dabei zusammen“, sagt die junge Frau mit der positiven Ausstrahlung stolz. „Es ist doch toll, wenn man mit seiner Arbeit helfen und Gutes tun kann.“

Die Frage nach dem größten Wunsch für die Zukunft kommt wie aus der Pistole geschossen: „Die Hauptsache ist doch, gesund zu sein!“ Auch beruflich soll alles so gut weiterlaufen wie bisher. Ihre Karriere inzwischen fest vor Augen, möchte die ausgezeichnete Auszubildende in einigen Jahren ihren Meister machen. Vorbild ist ihre Chefin, Yvonne Mees. „Sie schneidet wirklich klasse!“, findet Katharina.

 

 

Ausbildungsbetrieb

Der Salon „Yvonne Mees natürlich Haar“ in Trier, Weberbach 9, wurde im Mai 2013 gegründet. Firmenchefin Yvonne Mees bietet jungen Menschen eine Ausbildung sowie Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung an. „Auf stetige Aus- und Weiterbildung lege ich sehr großen Wert. Im Friseurhandwerk gibt es gute Karrierechancen“, sagt die Friseurmeisterin, die bei den Landesmeisterschaften 2017 den zweiten Platz belegte. Mit ihrem Team veranstaltet sie regelmäßig Stylingabende, Fotoshootings und Spendenaktionen. Darüber hinaus fühlt sich der Betrieb verpflichtet, rücksichtsvoll mit natürlichen Ressourcen umzugehen. So gehört ökologisches und nachhaltiges Handeln zur Firmenphilosophie. Wer sich für eine Friseurlehre in dem Betrieb interessiert, kann sich an die Betriebsinhaberin wenden.

Dr. Carl-Ludwig Centner

Dr. Carl-Ludwig Centner

Geschäftsführer HWK und BQH / Abteilungsleiter Ausbildung

Loebstr. 18
54292 Trier
Tel. 0651 207-103
Fax 0651 207-56103
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