Ausbildung
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Ausbildung 2020 trotz Corona

Ausbildung ist auch in diesem Jahr möglich. Sichere Dir Deinen Ausbildungsplatz! Nachstehend findest Du die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Einstieg in die Ausbildung in Coronazeiten.

Wegen des Berufsschulstarts ist es günstiger, am 1. August oder 1. September 2020 mit der Ausbildung zu beginnen. Grundsätzlich kann eine Ausbildung aber zu jedem Zeitpunkt begonnen werden, also auch noch später im Jahr. Im Moment sieht es beim Ausbildungsbeginn in allen Bundesländern noch gut aus: Bislang sind in diesem Jahr keine generellen Terminverschiebungen bekannt. Das bedeutet, dass Du wahrscheinlich am 1. August oder 1. September 2020 in Deine Ausbildung starten kannst.

Absolut! Die Unternehmen bitten ausdrücklich darum, sich trotz Corona zu bewerben. Denn es werden händeringend in ganz Deutschland Mitarbeiter zur Unterstützung in dieser schweren Zeit gesucht. Unternehmen bieten außerdem „Übergangsjobs“ an, vorübergehend oder für diejenigen, die sich grundsätzlich neu orientieren wollen. Es ist also gerade jetzt sinnvoll, sich zu bewerben. Der Bewerbungsprozess hat sich dabei natürlich etwas verändert, denn die Ansprechpartner arbeiten je nach Wirtschaftsbereich auch im Homeoffice oder stehen vor den gleichen Herausforderungen wie Du. Aber Du solltest am Ball bleiben: Wenn Du an einem Unternehmen interessiert bist, frage direkt nach, ob es Ausbildungsplätze gibt und wie das Bewerbungsverfahren abläuft.

Du musst Dich darauf einstellen, dass der Bewerbungsprozess eventuell online stattfinden wird und dass das persönliche Kennenlernen des Ausbildungsbetriebes eingeschränkt ist. Wie ein Kontakt und eine Bewerbung ablaufen, lässt sich bei einem ersten Kontakt telefonisch oder via E-Mail schnell klären. Auch wenn mancherorts klassische Bewerbungsgespräche möglicherweise ausfallen, bieten Telefongespräche, Online-Bewerbungen und Videointerviews eine gute Alternative.

Keine Panik: Die verantwortlichen Bildungsministerien der einzelnen Länder wollen nicht, dass wegen der Corona-Krise Nachteile für Dich als Schülerin oder Schüler entstehen. Das wurde auch nochmal in den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz am 25. März 2020 betont. Bis dahin gilt: Hänge bei Bewerbungen, die Du jetzt schreibst, Dein letztes Zeugnis an und schreibe in den Lebenslauf Deinen voraussichtlichen Schulabschluss.

Das hängt von der Branche, der aktuellen Corona-Lage und der technischen Flexibilität des jeweiligen Ausbildungsbetriebes ab. Im Handwerk warten die meisten Betriebe auf Bewerber, mit denen sie Praktika vereinbaren können. Die Betriebe halten auch bei den Praktika die aktuellen Sicherheits- und Hygienevorgaben ein.

Eigeninitiative zeigen! Es gibt viele digitale Wege der Kommunikation. Das ist auch eine Chance, Deine Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien direkt in der Praxis unter Beweis zu stellen:

  • E-Mail Bewerbung:
    Geht immer: Auch schon vor der Corona-Krise der am häufigsten verwendete Weg, um eine Bewerbung zu versenden.
  • Online Bewerbung:
    Wird immer mehr genutzt: Meist eine vorgefertigte Seite mit Auswahlmöglichkeiten und einem Platz für einen eigenen Text mit begrenzter Zeichenanzahl.
  • Social Media Bewerbung:
    Hier kann man Persönlichkeit zeigen: Keine Standardfloskeln, sondern mit einer kreativen Bewerbung aus der Masse herausstechen.
  • Telefoninterview:
    Viele Unternehmen verzichten aktuell auf ein persönliches Bewerbungsgespräch und greifen auf ein Telefoninterview zurück. Auch wenn heute Textnachrichten das Telefonieren oft ersetzen – mit einem Telefonat sollte man immer rechnen.
  • Bewerbungsgespräch:
    Für den Ablauf Deines Bewerbungsgesprächs gelten digital und persönlich die gleichen „Verhaltensregeln“.
  • Bewerbungsgespräch per Video (Videochat):
    Natürlich haben viele Firmen bereits auf Online-Bewerbung, E-Mail-Bewerbung oder Online-Formulare umgestellt. Beachte unbedingt, dass Du in Dein Anschreiben bereits hineinschreibst, wie Du für ein Vorstellungsgespräch zur Verfügung stehst – „… und dann freue ich mich über ein Videointerview über Skype, Teams, Zoom, Facetime oder WhatsApp-Videoanruf.“ So weiß der Personaler gleich, über welche Videoanbieter er Dich erreichen kann. Aber Du darfst nur anbieten, was auch wirklich funktioniert: Stelle deshalb sicher, dass Deine Internetverbindung für den Videochat stabil genug ist. Teste es am besten vorher mit einer Freundin oder einem Freund. Du merkst dann auch gleich, ob Mikrofon und Kamera richtig eingestellt sind. Dein Test-Gesprächspartner kann Dir dann auch gleich sagen, ob Dein Hintergrund gut aussieht (oder evtl. zu viel Zeug rumliegt …). Ansonsten gelten bei einem Bewerbungsgespräch per Videochat die gleichen Regeln wie bei einem klassischen Vorstellungsgespräch (z.B. auch, was Kleidung betrifft!), nur dass Du nicht gefragt wirst, ob Du gut hingefunden hast und was Du trinken möchtest.



Kollmann, Petra

Petra Kollmann

Projektmitarbeiterin "Passgenaue Besetzung"

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